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DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Spracheg

Bra̲u̲tbukett [ˈbra͜utbukɛt]

Bukett, das die Braut am Hochzeitstag vom Bräutigam geschenkt bekommt und das sie zur Hochzeitsfeierlichkeit in der Hand trägt
Marlen Haushofer
»Vergiss nicht«, beschwor sie der junge Mann, »dass du meine Braut bist, und wirf das Brautbukett nicht weg. Und wenn ich im Sommer wiederkomme, werden wir wirklich die ganze Nacht spazieren gehen, weißt du, immer unter den Weiden, den Fluss entlang … Vergiss es nicht!« »Nein«, lächelte die Braut zurück, »ich vergesse …
Charlotte Vary
Nun blieb sie stehen, um ihr Brautbukett aus weißen Rosen und Iris in die Menge zu werfen. Das Mädchen, das es auffing, würde die nächste Braut sein, so behauptete ein alter Aberglaube. Esther streckte auch unwillkürlich die Hände aus, aber natürlich war Lucia die Glückliche. Sie hatte sich weit genug vorgedrängt. Vielleicht …
Annemaire Selinko
Großmama hat gewünscht, dass Sven ein weißes Brautbukett bestellt. Es waren große weiße Nelken, Thesi erinnert sich genau. Die weißen Blüten waren auf Draht befestigt, damit das Bukett schöner ausschauen sollte. Die Brautblumen waren starr und steif, keine Blüten, sondern ein grässlich formelles Brautbukett. Sven schaute …
Patricia Vandenberg
»Wie schön du bist, Liebstes«, sagte Lutz andächtig, als er ihr das Brautbukett in den Arm legte. Nur eine einzige Wolke stand am Himmel, als sie aus der Kirche traten. Aber aus ihr fielen große Tropfen auf das Brautpaar – nur für Sekunden und wohl nur, um dem Volksglauben Genüge zu tun, dass es der Braut in den Schleier …
Émile Zola
Ein Brautbukett! Wie kommt denn ein Brautbukett ins Meer? Schauen Sie, könnte man nicht meinen, es seien weiße Blüten! Wie hübsch das ist, wie hübsch . . .» Hector tauchte augenblicklich und kehrte mit einer Handvoll weißliche Pflanzen zurück, die an der Luft sofort schlaff und welk zusammenfielen. «Danke vielmals», sagte …
José María Navarro
… Mannes betritt, der verwitwet war, fällt ihr sogleich das dort feierlich aufbewahrte Brautbukett ihrer Vorgängerin ins Auge, so dass sie sich unwillkürlich fragt, was geschähe, wenn sie selbst stürbe und ihr eigenes Brautbukett hinterliesse; am …
Johann Nestroy
Der will sich gerade ein Brautbukett kaufen, ist aber immer noch unschlüssig. Er hat einen melancholischen Charakter und beriecht die Blumen auf der Straße. IRENE Auch Hyazinthen riechen gut. EMIL Zu streng. IRENE Dann bleiben wir …
Anna Katharine Green
Daß ihr Umhang hier lag, war erklärlich, aber das Brautbukett Daß ich tatsächlich das Brautbukett vor mir hatte und daß die Braut sich wirklich in diesem Zimmer angekleidet, konnte selbst dem oberflächlichsten Beobachter nicht entgangen …
Ludwig Ganghofer
… nur für das Brautbukett und die Eheringe aufzukommen. Dabei half mir ein Feuilletonhonorar. Und als auch dieser segensreiche Schatz schon wieder zur Neige ging und nur noch sechzig Kreuzer in meiner Tasche trauerten, machte ich mit Braut und Schwägerin einen Besorgungsbummel. Die Damen bekamen Appetit, und wir …
Jules Verne
Neben ihr lag das prächtige Brautbukett und auf ihren blonden Haaren ruhte der hochzeitliche Kranz, von dem in weichen Falten der weiße Spitzenschleier herabhing. Es war derselbe Kranz, den ihr mein Bruder gebracht hatte; sie wollte keinen anderen tragen. Als sie mit ihrer Mutter den Salon betrat, kam sie auf mich zu und …
Philippe Djian
… getestet, und einen Agenturdirektor, als ich ihm die Wahrheit über unsere Familie erzählte – was immer wie eine kalte Dusche wirkt –, dabei hatten die beiden noch nicht einmal um ihre Hand angehalten. Ich glaube nicht, dass ich etwas so Groteskes zulassen kann. Eine Fünfundsiebzigjährige. Ihre Hochzeit, das Brautbukett, …
Albin Zollinger
Die Beerenstauden waren schwärzlich eingedorrt; Martin pflückte eine Garbe herrenloser Mondviolen, dazu raschelnde rote Laternen der Judenkirsche; die leise Frau trug das Brautbukett in ihrem Arm durch die Dämmerung, durch den Wohllaut der Glocken aus der Tiefe, die mit Lichtern zu blinken anfing, noch ehe die Sonne …
Helene Tursten
Sie schaute ebenfalls direkt in die Kameralinse, umklammerte aber gleichzeitig ein überdimensionales Brautbukett aus Rosen und Kornblumen. Wahrscheinlich war die Braut zu klein, nicht der Strauß zu groß. Auf dem Kopf trug sie einen Schleier, und das Kleid aus schwerer weißer Seide war hoch geschlossen mit langen Ärmeln …